Danach
Innerhalb der Nationalen Volksarmee unterlag der Dienst eines Bausoldaten einer strengen Isolierung von den normalen Wehrdienstleistenden.
Nach der Ableistung des Dienstes als Bausoldat waren die Chancen auf angemessenen Ausbildungsplatz sehr gering. Dazu kam, dass Bausoldaten auf Grund ihrer Wehrunterlagen kaum einen Zugang zu wichtigen Bildungseinrichtungen bekamen oder unter Einschränkungen in ihrer beruflichen Tätigkeit zu leiden hatten.
Außerdem lastete auf vielen jungen Männern, welche diese Dienstform wählten, ein hoher Leidensdruck, welcher vielfach durch die Familien entstand. Vorwiegend christliche Menschen entschieden sich dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Da es auch zahlreiche Wehrdienstverweigerungen gab, welche mit einem Gefängnisaufenthalt von mindestens zwei Jahren geahndet wurden, erfand die SED die Bausoldaten, um einen Kompromiss anzubieten.